Mit 13,8 Mrd. km/h in die Gegenwart

Woher kommen wir? Woraus ist der erste Krümel, der zum Urknall geführt hat, entstanden? Fragen die nach einer Antwort verlangen und die so manch Suchenden schon an den Rand des Wahnsinns getrieben hat. 

 

Viele bewegen sich gedanklich in einem Zeitfenster zwischen Geburt und Tod oder zwischen dem Urknall und dem Untergang der Welt. Doch um dem großen Ganzen näher kommen zu wollen, muss man diesen Käfig verlassen und den Versuch starten weit darüber hinaus zu gehen.


"Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken". Diesen wunderschönen Aphorismus habe ich von einem sehr guten Freund und Herzmensch in einer schweren Stunde mit auf den Weg bekommen. Und vereint er nicht den Grundgedanken von Wissenschaft und Spiritualität? Den Sinn hinter allem zu entdecken? Antworten auf die elementaren Fragen des Lebens zu finden? Auch ich frage mich bereits seit über zwanzig Jahren woraus das Universum und damit auch unsere Erde entstanden sein kann, wenn es vorher nichts gab. Mit dem Gedanken der Wissenschaft, dass sich das erste Energieteilchen tatsächlich aus dem Nichts gebildet haben soll kann ich mich irgendwie nicht anfreunden. Und da ich weder Physik, Astronomie noch Mathematik studiert habe, nehme ich mir einfach die kreative Freiheit heraus, solange darauf herum zu denken, bis ich nach Sylvia-Logik eine schlüssige Theorie aufgestellt habe. Doch mittels Recherche immer unter Berücksichtigung der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse. 

 

Vor kurzem wurde erstmals die nicht sichtbare "dunkle Materie" im Weltall nachgewiesen, anhand von Gravitationswechselwirkungen mit sichtbarer Materie. Einfacher erklärt: Die dunkle Materie hat Licht auf dem Weg durch das All zeitweise verdrängt, so dass es einen Bogen machte. Diese Lichtkrümmungen haben Wissenschaftler dokumentiert und somit den Beweis für die Theorie der dunklen Materie erbracht. Bedeutet: diese nicht sichtbare dunkle Materie sorgt dafür, das Galaxien, deren Gravitation zu gering ist um alles bei sich zu behalten, nicht auseinander fliegen. Gravitationswechselwirkung besagt also nichts anderes, als das die unsichtbare Materie die sichtbare zusammen hält. Nun stellt sich mir als Freigeist und Mathematik-Legastheniker also die Frage, ob es diese nicht sichtbare Materie vielleicht schon vor dem allerersten Energieteilchen gegeben hat und dies eben nicht aus dem Nichts entstanden ist. Und wenn das so ist, woraus ist dann die dunkle Materie entstanden, wenn es vorher nichts gab? Vielleicht aus einem vorherigen Universum? Möglicherweise bringt meine Logik oder die der Wissenschaft, auch darauf irgendwann eine Antwort zutage, doch beantwortet sich die Frage nicht. Egal wie lange man diese Thematik weiter spinnt, es wird keine endgültige Antwort darauf geben, solange man sich gedanklich durch Raum und Zeit bewegt. Denn wir existieren in Raum und Zeit und sind deshalb auch kaum in der Lage beides außer Acht zu lassen. Außer im Schlaf. Wenn wir träumen, können wir in kürzester Zeit die wildesten Dinge erleben. Ich war gerade letzte Woche von Montag auf Dienstag in Neapel, es sah dort aber aus wie in der Toscana. Dort habe ich mehrere Tage verbracht – in Wirklichkeit können nur ein paar Minuten verstrichen sein. Und das ist faszinierend. Denn während wir schlafen und träumen, spüren wir nichts von Raum und Zeit. Natürlich ist bekannt, dass unser Unterbewusstsein im Schlaf vorrangig den irdischen Müll verarbeitet, mit dem wir tagsüber konfrontiert werden. Doch ist es nicht auch der Zugang zu unserer Seele und ihrem Ursprung? Zu der Bibliothek, die alle Antworten inne hat und der Wissenschaft Hausverbot erteilt hat? Also lassen wir unsere Gedanken mal fernab von Raum, Zeit und Materie fliegen und werfen einen Blick über den Tellerrand. Denn vielleicht ist das erste Energieteilchen also keiner Masse, Materie und keinem Nichts entsprungen, sondern etwas völlig anderem. Einer Quelle, die wir immer genutzt haben und immer nutzen werden, die nicht anhand von Atomteilchen nachweisbar ist und sich nicht als solche zu erkennen gibt. Genauso wie im übrigen auch die dunkle Materie nicht als solches nachgewiesen werden konnte, sondern eben nur durch Licht. Die von manchen "Universelle Energie" genannt wird und von anderen "Gott". Einer Quelle die soviel älter ist als alle Zeiten. Sowie unsere Seelen durch unsere Körper in Raum und Zeit existieren können, kann diese Quelle unter anderem auch durch uns existieren. Sie bedient sich der Kräfte, die alle uns bekannten Gesetze der Natur außer Kraft setzen und schenkt uns die eigentliche Essenz unseres Daseins:

 

Glaube, Liebe, Hoffnung.

 

Der Glaube der Berge versetzt und Dinge möglich macht, die sich als unmöglich ausgegeben haben. Die Liebe, die eine Mutter wissen lässt ob es ihrem Kind gut geht, selbst wenn es sich auf der anderen Seite der Erde befindet. Die nichts mit törichtem Verliebtsein oder Schwärmerei zu tun hat, sondern zwei Menschen füreinander bestimmt, ohne darauf zu achten wieviel Zeit sie miteinander verbringen, ob ihre Bindung einen Titel wie Ehe, Beziehung oder Trennung trägt, oder ob die Lebensumstände kompatibel sind. Die wahre Liebe, die einfach "ist" und zwei Seelen früher oder später entgegen aller Widrigkeiten zusammen führt. Und die Hoffnung, die am Horizont schimmert, wenn es keinen Grund mehr zur Hoffnung gibt, wenn alles verloren scheint. Die drei Superstars unseres Lebens. Die ihre Uraufführung sicher schon lange vor der Existenz aller Universen hatten. Deren Paparazzi die Wissenschaftler sind und die Spirituellen ihre Security. Man weiß nie wo sie sich befinden und wann sie ihren nächsten Auftritt haben. Aber man weiß ganz genau ob man einen der Drei schon mal getroffen hat. Ohne das es bisher einen wissenschaftlichen Beweis für diese höhere Macht gibt, aber es gibt eben auch keinen, der sie widerlegt.

 

Viele bewegen sich gedanklich in einem Zeitfenster zwischen Geburt und Tod oder zwischen dem Urknall und dem Untergang der Welt. Doch um dem großen Ganzen näher kommen zu wollen, muss man diesen Käfig verlassen und den Versuch starten weit darüber hinaus zu gehen. Um dies zu tun, ist es irrelevant sich darüber den Kopf zu zerbrechen woher alles kommt und wohin alles führt (auch wenn das großen Spaß macht), sondern man bediene sich dessen was wir jetzt vorfinden. Ein bisher ungeklärtes Mysterium sind die supermassiven schwarzen Löcher in der Mitte einiger Galaxien. Selbige saugen alle Sterne, alles Gas und allen Staub um sich herum ein und wenn sie den Hals voll haben geben sie dies als Energie wieder ab. Wie ein Kraftwerk. Doch wo wird es umgewandelt? Könnte man diese unangenehmen Zeitgenossen also als eine Art Komplizen einer Parallelwelt verstehen, in der unsere drei Lieblinge zu Hause sind? Selbst die Wissenschaft spekuliert mit einem Schmunzeln darüber ob diese schwarzen Löcher eine Art Tor zu Paralleluniversen darstellen könnten. Das Zentrum der Milchstrasse, unserer Galaxie, hat im Übrigen auch so ein kleines, einladendes Türchen. WAS für ein "ZUFALL". Aber keine Sorge, wir sind weit genug weg. Wir befinden uns in der sogenannten habitablen Zone, auch Lebenszone genannt, in der unsere Existenz überhaupt möglich ist. Diese Zone befindet sich im optimalen Abstand zum Mittelpunkt, nicht zu nah dran, nicht zu weit weg. Das mit dem Zufall gebe ich an dieser Stelle auf. Doch zu jedem Tor müsste es ja auch einen Schlüssel geben, nicht wahr? Und wenn Paparazzi und Security enger zusammen arbeiten würden, könnten wesentlich aufschlußreichere Bilder zu des Rätsels Lösung entstehen. Bilder von dem kilometerlangen Strand an dem unser Universum nur ein Sandkorn ist und unsere drei Idole nach glorreichen Heldentaten bei Sonnenaufgang ein wenig relaxen.

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Simon Reiss (Samstag, 28 Januar 2017 04:01)

    Ein sprachlich sehr gelungener Beitrag g n geringem Komplexitätsgrad , der Fragen der klassischen wie der aktuellen Physik einfach und verständlich philosophisch diskutiert, und ohne jeglichen Anklang eines dogmatischen Glaubensverständnis über die 1.Korinther 13 ,auch Hohelied der Liebe genannten Bubelpassage in einer freien spirituell orientierten Lesart die Quintessenz von Korinther 13 (Nun bleiben Liebe, Glaube, Hoffnung...die Liebe ist DIW größte unter diesem [sehr frei zitiert]. Ein sprachlich wie argumentativ gelunger Versuch Fragen der Physik mit Spiritualität zu verknüpfen. Für Einsteiger un die Philosophie geigneter, zum philosophischen Denken mit spiritueller Note hinführender Text.Als Einführung in die philosophisch spirituellen Grundfragen sehr guter Beitrag :-) LG